Die Geschichte

- vom Schuppen zum weltbekannten Namen

In unserem modernen Zeitalter ist es gut zu wissen, dass die Hallberg-Rassy-Werft schon existierte, als Bootsbau noch Holz- und Einzelbauten bedeutete. Seit Anbeginn sind Hallberg-Rassy spezialisiert auf komfortable Segelyachten mit Blauwassereigenschaften. Die Geschichte der Werft geht auf die Harry Hallberg Werft von 1943 zurück.

Die Werft in den frühen 1960er Jahren. 28 Fuß war das größte Schiff,
komplett aus Holz gebaut
Harry Hallberg

Harry Hallberg

Was heute die Hallberg-Rassy Varvs AB genannt wird, ist aus ursprünglich zwei verschiedenen Werften entstanden.

Harry Hallberg lebte zwischen 1914 and 1997. Schon als 14-Jähriger startete er seine Bootsbauer-Laufbahn mit dem Bau von Holzbooten. 1943 startete er eine eigene Werft in Kungsviken auf der Insel Orust in Schweden.

Zuerst baute er die Boote mehr oder weniger nach Intuition. Verschiedene Möglichkeiten wurden mit den Bestellern diskutiert. Zeichnungen existierten kaum. Damals wurde gesagt: "Wer kein Boot ohne Zeichnung bauen kann, der ist kein echter Bootsbauer".

Das erste Seriengebaute Boot war das Folkeboot. Harry erzielte auch Erfolge mit dem Kungskryssaren (Königskreuzer), nicht zu verwechseln mit den finnischen King's Cruiser, die mit Hallberg-Rassy nichts zu tun haben. Der Kungskryssaren wurde Mitte der 50er Jahre gebaut. Beide Schiffe wurden auch von anderen Werften gebaut. 

Harry Hallberg’s größte Gabe war, früh die Vorteile des Serienbaus und den Bau in GFK zu erkennen. 1963 war er einer der Pioniere, die es wagten auf die später erfolgreichen GFK-Rümpfe mit Holzaufbau umzusteigen. Seine P-28 war in vielerlei Hinsicht ein Vorbild. Hallberg hatte früh Exporterfolge und unter den ersten hundert P 28 wurden die meisten nach USA verkauft.

Christoph Rassy

Christoph Rassy, geboren 1934, wuchs in Bayern am Starnberger See auf. Als kleiner Junge brachte er schon seine Freizeit mit dem Bau von Bootmodellen als auch richtigen Booten zu. Er wollte mehr lernen und wurde Lehrling auf einer kleinen Bootswerft in Süddeutschland.

Bald wollte er größere und schönere Segelboote bauen und am Meer leben. Er dachte, dass Schweden ein großes Land mit viel Wasser sei, in dem bestimmt große Segelboote gebaut werden würden. Also schrieb er an verschiedene schwedische Werften seine Bewerbung. Eine Werft schrieb zurück, dass er willkommen sei und so begab er sich nur mit seinem Fahrrad 1960 nach Nötesund in Schweden, um Boote zu bauen. Tagsüber baute er dort Boote, auf einer Werft, die es heute schon lange Jahre nicht mehr gibt.

Holzboot der frühen 60er, gebaut von Christoph Rassy
Der Schuppen, in dem alles anfing. Harry Hallberg und Christoph Rassy haben jedoch niemals als Partner zusammengearbeitet

Die Werft in Kungsviken

Um sein Einkommen zu verbessern baute der junge Rassy in seiner Freizeit Boote für sich, segelte damit Regatten, gewann und verkaufte sie mit Gewinn. 

Schon bald wollte Christoph Rassy sich selbständig machen. Und zufällig wollte Harry Hallberg sich vergrößern. In der Mitte der 60er war die Kungsviken Werft für Hallberg zu klein geworden und er baute 10 km weiter südwestlich auf der Insel in Ellös eine neue Werft.

Als Christoph Rassy sein eigenes Unternehmen gründete, kaufte er Hallbergs alte Werft in Kungsviken.

Harry Hallberg und Christoph Rassy waren Konkurrenten 1965-1972

In den Jahren 1965 bis 1972, waren Harry Hallberg und Christoph Rassy Konkurrenten. Zuerst baute Christoph Rassy auch Einzelbauten.

Das erste Boot wurde Teil der späteren Serie "Rasmus 35", gezeichnet 1966 vom damals führenden schwedischen Konstrukteur Olle Enderlein. Die ersten zwei Schiffe waren komplett aus Mahagoni und brauchten je ein Jahr Bauzeit. Dieses Schiff war damals in vielerlei Hinsicht vor seiner Zeit. Es war ein Blauwassersegler mit kräftigem Motor und schützender Windschutzscheibe.  Das ist ein Design, das bis heute auf einer Hallberg-Rassy zu merken ist. Als die Rasmus vorgestellt wurde, gab es viele skeptische Blicke. Manche Dachten, das Schiff sei zu groß. Damals waren 35 Fuß riesig. Und dann noch die Windschutzscheibe. Das war eine Kombination, die man noch nie zuvor gesehen hatte. Heute ist sie Voraussetzung für ein gutes Fahrtenschiff. 

Zugleich baute Harry Hallberg sein Schiffe in Ellös. Gut durchdachte, attraktive Boote zum vernünftigen Preis, dank der Serienproduktion in GFK.

Die ersten beiden Hallberg-Rassy Rasmus 35 wurden komplett in Mahagoni gebaut
Die Mistral 33, 216 gebaut 1966-1975

Zwei Werften werden eine: Hallberg-Rassy

Harry Hallberg ging 1972 in Pension. Wieder kam der Zufall ins Spiel: Christoph Rassy war auf der Suche nach größeren Gebäuden. In Ellös wurde die "Mistral 33" mit Mahagoni-Aufbau, die 1/2 Tonner "Mistress 32", der  Bestseller "P-28" und die kleine gelbe 24 Fuß "Misil II" gebaut, alle gezeichnet von Olle Enderlein, mit der Ausnahme der P-28, die von Harry Hallberg stammte.

1972 kaufte die Rassy-Werft in Kungsviken, Harry Hallberg’s Werft in Ellös. Weil Hallberg schon ein sehr renommierter Name war, besonderes in Skandinavien und in den USA, und die Rassy-Werft nur die Rasmus baute, wurde kurzerhand beides zusammengelegt und daraus entstand der heutige Name Hallberg-Rassy. Harry Hallberg und Christoph Rassy haben aber nie als Partner zusammengearbeitet. 

Eine kleine Anekdote aus der Zeit: Ein Käufer konnte sich 1972 nicht entschließen zwischen der Mistral 33 von der Hallberg-Werft und einer Rasmus 35 von der Rassy-Werft. Die Rassy hatte das Mittelcockpit und die Mistral ein Achtercockpit. Der Kunde fragte einen Verkäufer bei der Hallberg-Werft weshalb er die Mistral kaufen solle. "Weil das Schiff ein Achtercockpit hat, spritzt kein Wasser in die Achterkabine" war die Antwort. Der Kunde fuhr zur Rassy-Werft und fragte: 
- Warum nicht ein Schiff mit Achtercockpit, damit kein Wasser in die Kabine kommt?
- Wer empfiehlt das? fragte Herr Rassy.
- Die Leute auf  der Hallberg-Werft in Ellös.
- Das werden sie nie wieder sagen.
- Weshalb nicht?
- Ich habe die Hallberg-Werft heute Morgen gekauft.

Eine Rasmus wurde bestellt. Das Schiff hat immer noch den gleichen glücklichen Eigner. Ach ja und es spritzt kein Wasser in die Achterkabine!

Die Rasmus 35, 760 gebaut 1967-1978
Die Hallberg-Rassy Monsun 31, 904 gebaut 1974-1982

Der Bestseller - Die Monsun 31

Das erste neue Design unter dem Namen Hallberg-Rassy war die Monsun 31. Sie wurde 1973 gezeichnet und die erste wurde 1974 fertig. Das Boot wurde sehr erfolgreich und bis 1982 wurden 904 Einheiten gebaut - die höchste Anzahl gebauter Schiffe in der Geschichte der Werft. 

Um der großen Nachfrage nachkommen zu können, wurde die Fläche der Werft 1975 verdoppelt.

Hallberg-Rassy 41 - Das neue Flaggschiff

Das nächste Design war die Hallberg-Rassy 41. Sie wurde schnell zum Trendsetter. Das war das erste Schiff mit einem Durchgang zur Achterkabine unter Deck. Das Basisprinzip ist bis heute in den Schiffen wiederzuerkennen. 
Die Hallberg-Rassy 41 hatte freie Passage, von der Vorpiek bis in die Achterkabine, in einem Niveau. Die Pantry war direkt am Niedergang, aus dem Weg für andere Durchgänger, seegängig und mit voller Stehhöhe. Der Kartentisch war auf der gegenüber liegenden Seite mit Sitz in Fahrtrichtung.

Die Hallberg-Rassy 41 war ein Blauwassersegler mit separatem Kiel und Ruder und blauem Rand um das Cockpit herum. Das Cockpit war leicht erhöht um dem Durchgang unter Deck Platz zu geben.  

Die Größe des Schiffes und das Aussehen war spektakulär für seine Zeit: Druckwasser, Warmwasser, zwei Nasszellen, Duschen, elektrische Ankerwinsch, Rollgenua, ein kraftvoller Motor, solide und elegante Holzeinrichtung und ausgewogene Linien. All dies sind Dinge, die sich bis heute durch das Hallberg-Rassy-Konzept ziehen. Über 100 Einheiten der Hallberg-Rassy 41 wurden zwischen 1975 bis 1979 gebaut, ein Paar wurden auch 1981 gebaut.

Die Hallberg-Rassy 41, 105 gebaut 1975-1981
Die Hallberg-Rassy 38, das erste Modell mit dem typischen blauen Streifen im Rumpf

Hallberg-Rassy 38, 1976/77 gezeichnet, wurde auch ein Trendsetter mit dem gleichen Interieur-Konzept, mit höherem Freibord und es war das erste Schiff mit dem charakteristischen blauen Rand im Rumpf.

Die Hallberg-Rassy 352 von 1977/78 war ein großer Verkaufserfolg, mit mehr als 800 gebauten Einheiten bis 1989. Das war das erste Mal, dass es einem Designer geglückt war einen Durchgang unter Deck zur Achterkabine auf einem 35-Füsser zu planen und dabei die elegante Linienführung zu waren. Hallberg-Rassy 352 bot Groß-Schiff-Eigenschaften zu einem moderaten Preis.

Eine Anzeige von 1979 über die Hallberg-Rassy 312 schrieb: "Das neue schnelle Fahrtenschiff. Es ist einfach die neue Hallberg-Rassy 312 wiederzuerkennen, ihre zeitlosen Linien und das Design, welches so typisch für Hallberg-Rassy ist; elegant gelegtes Teakdeck, modernes und einfach zu hantierendes Rigg, genügend Platz unter Deck und außergewöhnliche Holzarbeiten." 690 Hallberg-Rassy 312 wurden bis 1993 gebaut.

Die Hallberg-Rassy 49, kam 1982, und war mit 15 Metern Länge das neue Flaggschiff schwedischer Bootsbau. 

Einzelbau Rassker

1983 zeichnete der 16-jährige Magnus Rassy ein Experimentbau mit Namen "Rassker". Der Rumpf wurde in High Tech Aramid-Fasern und Divinycell hergestellt. Das war das erste Schiff von Hallberg-Rassy mit außenliegendem Bleikiel und einer Badeplattform am Heck. Die Rumpflänge war 26 Fuß und das Schiff gewann und gewinnt heute noch viele Regatten. 

Rassker, ein Experimentbau vom 16-jährigen Magnus Rassy,1983

Hallberg-Rassy 382 - das letzte Enderlein-Design

Die Hallberg-Rassy 382 kam 1984 und war das letzte von Olle Enderlein gezeichnete Modell und auch das letzte Modell mit eingegossenem Kiel im Kielsumpf. Die 382 war also gewissermaßen das Ende einer Ära. 120 Einheiten wurden zwischen 1984 und 1992 gebaut.

Sessel seit 1985

1985 wurden zwei Sessel mit Armlehnen in den Salon der Hallberg-Rassy 49 gebaut. Das hatte zuvor noch niemand auf einer Segelyacht gesehen. Heute können Sie ähnliche Versionen auf anderen Yachten weltweit finden, aber kein Sessel wird so komfortabel sein, wie das Original von Hallberg-Rassy.

Sessel in einer Hallberg-Rassy 45

Einzelbau Rassker Magnum

1987, zeichnete Magnus Rassy ein weiteres Schiff , die 35 Fuß "Rassker Magnum". Auch dieses Boot gewann diverse Regatten. Das Boot war kein Kandidat zum Serienbau für Hallberg-Rassy, aber war eine gute Lehrstudie für die späteren Entwicklungen. Viele Details wurden auf die späteren Produktionen übertragen. Die Rassker-Boote verfügten über viele Ideen, aber zeigte auch wie eine Hallberg-Rassy nicht aussehen sollte. Zum Beispiel hat man festgestellt wie unverzichtbar eine tiefe Bilge und ein leicht handzuhabenes Rigg sind. Die Erfahrungen aus diesem Boot flossen später in ein neues revolutionäres Boot ein, die Hallberg-Rassy 34.

Computergesteuerter Holzausschnitt seit 1987

Schon 1987 kaufte Hallberg-Rassy die erste CNC-Fräsmaschine für Holzarbeiten. Teile konnten nun mit ungeheurer Präzision zugeschnitten werden und der Verschnitt wurde minimiert. Schon damals wurden die Teile per Vakuum in der Maschine befestigt.

Eigene Rumpfherstellung seit 1987

1987 hat Hallberg-Rassy auch die Fabrik gekauft, die schon seit Jahren als Rumpfhersteller für die Werft gearbeitet hat. Hallberg-Rassy Marinplast AB ist seit 1987 eine Tochterfirma der Hallberg-Rassy AB.

Das bedeutet, dass Hallberg-Rassy die volle Kontrolle über den gesamten Produktionsablauf hat. Hallberg-Rassy Marinplast hat nie Rümpfe für andere Werften hergestellt.

Germán Frers - der talentierteste Yachtdesigner unserer Zeit

1988 begann Hallberg-Rassy eine erfolgreiche Zusammenarbeit mit dem talentiertesten Yacht-Designer unserer Zeit - Germán Frers (ausgesprochen Herman Frers) aus Argentinien. Frers ist sowohl berühmt für seine Superyachtdesigns als auch seine Fahrtenyachten mit eleganten Linien. Frers kommt aus einer richtigen Bootsbauer-Familie. Hallberg-Rassy ist bekannt für solide, seetüchtige, komfortable, sichere und hochwertig ausgebaute Yachten. Die neuste Generation der Hallberg-Rassy-Schiffe bietet Ihnen das Beste für die Zukunft, besonders wenn Sie Wert legen auf Werte wie Eleganz, Segeleigenschaften und einfache Handhabung.  

Diverse Siege zum Beispiel in der in ARC oder Tjörn Runt zeigen, dass ein moderner Blauwassersegler nicht Abstriche in der Geschwindigkeit bedeutet. Germán Frers hat bislang nicht weniger als 20 Designs für Hallberg-Rassy gezeichnet, in chronologischer Reihenfolge die 453634, 42F39, 3153, 46, 62,  43, 403748342, 54, 372, 310, 64412, 55, 44 und das neuste Modell für 2018; die Hallberg-Rassy 340.

Bislang hat Hallberg-Rassy 9 200 Yachten gebaut, davon sind 3 200 von Frers gezeichnet.

Germán Frers
Hallberg-Rassy 45, das aller erste Frers-Design, 71 Einheiten gebaut 1988-1996

Hallberg-Rassy 45 - Das erste Frers-Design

Als die Hallberg-Rassy 45 im Jahre 1988 herauskam, wurde sie zum Trendsetter.  

Die Hallberg-Rassy 45 führte den externen Kiel in die Serienproduktion ein, mit einer stabilen Bodenwrange längs und quer zwischen Ducht und Kiel, was die Kräfte besser verteilt. Dazu wurde der Rumpf mit Divinycell isoliert, was nicht nur gegen Kälte und Wärme gut war, sondern auch den Rumpf verwindungssteifer machte. 

Die Hallberg-Rassy 45 gewann in der Gesamtwertung in der ARC über den Atlantik vor anderen Schiffen wie Whitbread- und Rennyachten, wie auch kleineren Familienbooten.

Die revolutionäre Hallberg-Rassy 34

1990 kam die revolutionäre Hallberg-Rassy 34 auf den Markt. Drei Jahre zuvor hatte der damals 20-jährige Magnus Rassy sein eigenes experimentelles Boot, die 35 Fuß Rassker Magnum gebaut, weil er ein Schiff mit Segelspaß haben wollte. Das Boot gab einige Erkenntnisse in gute und schlechte Seiten eines Schiffes. Zu den guten Seiten gehörte die Erkenntnis, dass man gute Segeleigenschaften mit Komfort vereinen kann. Als Rassker Magnum im Frühling 1990 verkauft wurde, war schnell klar, dass man ein neues Modell bauen würde mit den guten Eigenschaften Rassker Magnums und noch mehr Komfort dazu geben würde. Das neue Modell wurde von Frers gezeichnet und sollte jünger, sportlicher, jedoch zeitlos aussehen. Und das ohne die schon bekannten Eigenschaften wie Stabilität, Seegängigkeit, Komfort, Sicherheit und feinstes Handwerk zu vernachlässigen. Das ist auch gelungen und 1990 wurde schon die erste Hallberg-Rassy 34 gesegelt. Das Modell wurde ein kommerzieller Erfolg und ein Vorbild für die nachfolgenden Hallberg-Rassy-Generationen. 

Die Hallberg-Rassy 34, 484 Stück gebaut in 16 Jahren, 1990 bis 2005
Die Hallberg-Rassy 53, zu seiner Zeit das Flaggschiff der Hallberg-Rassy-Flotte

Neues 53 Fuß Flaggschiff

1992 kam das neue Flaggschiff, die Hallberg-Rassy 53 heraus. 82 Yachten wurden in fünfzehn Jahren zwischen 1992 bis 2006 gebaut.

Hallberg-Rassy NewsLetter seit 1995

Einmal im Jahr seit 1995 kommt die gedruckte Hallberg-Rassy NewsLetter heraus. Hier gibt es interessante Insider-Informationen von Hallberg-Rassy. Man kann jede Ausgabe unter der Abteilung NewsLeter Download herunterladen.

Webseite seit 1996

Als die Hallberg-Rassy-Webseite 1996 online ging, war sie eine der ersten Werftseiten online unter allen Yachtwerften europaweit. Schon damals gab es dort ungewöhnlich viel und detaillierte Information.

Erstes GFK-Boot im Museum

1996 wurde die Hallberg-Rassy Monsun 31 "Golden Lady" nach drei einhalb Weltumsegelungen ins Museum gebracht. Der schwedische Segler Kurt Björklund har sein Schiff dem maritimen Museum in Råå in Südschweden geschenkt. Kurt Björklund ist der Erstbesitzer und bekam sein Schiff in Ellös 1974 ausgeliefert. Er wusste, dass er recht viel segeln wollte. Er wusste damals aber noch nicht, welche Ausmaße seine Segelei nehmen würde, gar dass er damit um die Welt segeln würde. 1983 starb seine Frau, Kurt zog sich aus dem Berufsleben zurück und begann seine erste Weltumsegelung. Die zweite ging auch um Kap Horn.  - Ich hätte das Boot für über 300 000 SEK verkaufen können. Aber ich wollte unbedingt mit Sicherheit wissen, wo sie ist und wie es ihr geht. Ich sehe sie lieber im Museum und kann befreit leben, sagte Kurt, der von 1921 bis 2006 lebte.

Separate Firma für Ersatzteile und Zubehör gegründet

1998 wurde eine separate Firma gegründet, die nur mit Hallberg-Rassy Ersatzteilen und Zubehör handelt. Heute gehört die Firma mit zum Hallberg-Rassy Konzern und hat vier Angestellte, die sich ausschließlich um Ersatzteile und Zubehöre kümmern. Auf der Webseite www.hr-parts.com finden Sie tausende von Artikeln mit Fotos und Preisen. Auch hier spricht man Deutsch und verschicken die Waren weltweit.

Noch ein neues Flaggschiff

Die Zeit war reif für ein größeres Flaggschiff. Die Hallberg-Rassy 62 wurde 1997 gezeichnet und hatte ihre Premiere auf der Boot Düsseldorf im Januar 1998. Bis 2011 wurden 25 Yachten gebaut, eine hohe Stückzahl für diese Yachtgröße. 

Die Hallberg-Rassy 62, das neue Flaggschiff 1998
Königin und König ohne Schuhe auf einer Hallberg-Rassy

Königin ohne Schuhe bei Hallberg-Rassy

1999 besuchte IKH der König von Schweden, Carl XVI Gustaf, zusammen mit seiner Gattin IKH die Königin von Schweden, Silvia, die Hallberg-Rassy 53 auf der Bootsmesse in Düsseldorf. Beide zogen extra für die Bootsbesichtigung, wie es die Sitte an Bord vorschreibt, ihre Schuhe aus. Wie viele Menschen haben jemals eine Königin ohne Schuhe gesehen? 

Hallberg-Rassy 43

Im August 2001, als Modelljahr 2002, wurde die Hallberg-Rassy 43 eingeführt. Die Verkäufe stiegen explosionsartig und das Modell gewann diverse Preise; 

  • Yacht des Jahres in Deutschland,
  • Best Midsize Cruiser in den USA,
  • Best overall Cruisingboat in den USA und
  • Top 10 in den USA und
  • Import Boat of the Year in Australien

Neue Produktionshalle 2002

Als Konsequenz aus den guten Verkäufen wurde eigens eine neue Produktionshalle gebaut, um der Nachfrage nachkommen zu können. Mit der neuen modernen Anlage kamen fünf weitere Bauplätze dazu.

Hallberg-Rassy 40

Am Tag der offenen Tür im August 2002, als Modelljahr 2003, kam die neue Hallberg-Rassy 40 auf den Markt. Auch sie gewann diverse Preise; 

  • European Yacht of the Year in der größten Kategorie
  • Gesamtgewinner bei Boat of the Year in den USA 2004
  • Best Liveaboard cruising boat in den USA 2004
  • Sailboat of the Show in Stockholm

Noch ein neues Gebäude 2003

2003 wurde noch eine Halle gebaut. Da wurde Platz schaffen, für eine neue, moderne, CNC-Fräse, Lager und eine Garage zur Montage der Kiele auf den großen Schiffen und Unterbringung des Travellifts.

Hallberg-Rassy bekommt eigenen Straßennamen

2005 bekam Hallberg-Rassy einen eigenen Straßennamen zugesprochen; Hallberg-Rassyvägen, die Hallberg-Rassy-Straße.

Die Superkabine

Die Superkabine

Am Tag der offenen Tür im August 2006 wurde die Superkabine vor dem Mast vorgestellt. Die meisten der Hallberg-Rassy-Yachten werden von einem oder zwei Paaren gesegelt. Nur in Ausnahmefällen wird die dritte Kabine gebraucht. Deswegen hat Hallberg-Rassy das alternative Superkabinen-Layout vor dem Mast entwickelt. Es gibt also die Möglichkeit, zwei Hauptkabinen zu haben mit einer Extrakabine für Gäste. Außer der komfortablen Achterkabine mit Doppelkoje gibt es die Superkabine vor dem Mast mit Doppelkoje und viel Platz. Dabei gibt es immer noch die Vorpiek mit den beiden Kojen. Zugunsten der Superkabine wird allerdings der Stauraum vorne etwas begrenzt.

Neue Laminierungshalle 2007

2007 wurde eine neue Halle für die Laminierung in Kungshamn bei Hallberg-Rassy Marinplast gebaut. Als die alten Hallen gebaut worden waren, war der größte Rumpf im 35-Fuss-Bereich. Die neue Halle hat Platz für die gleichzeitige Laminierung zweier großer Rümpfe, was für die aktuelle und zukünftige Produktion wichtig ist.

Rechts die neue Laminierhalle

Neues Büro 2008

2008 wurde das neue Hallberg-Rassy Hauptbüro eröffnet. Das neue Gebäude steht teilweise auf Pfeilern direkt am Wasser.

Das Büro ist Teil des Hafens und die Vorführschiffe liegen direkt vor den Fenstern. Es gibt auch eine große Terrasse. Am Ende des langen Korridors gibt es einen großen Konferenzraum. 

Im neuen Hauptbüro finden die Verkaufsabteilung, Rezeption, Buchhaltung, Entwicklung und Geschäftsführung Platz. Es gibt auch Duschräume für die Gastlieger an der Außenseite des Gebäudes.

Die alten Büros haben für eine neue Lackstraße Platz gemacht, die vorher so nicht hinein passte.

Hallberg-Rassy 372

Schon am ersten Tag der neuen Hallberg-Rassy 372 im August 2008 wurde folgendes gemeldet: "Was für ein toller Tag! Schon ab der ersten Sekunde war klar: die Hallberg-Rassy 372 segelt wie im Traum! Sie ist schnell., leicht zu steuern, großer Segelspaß, immer unter voller Kontrolle. Sie übersteigt alle Erwartungen. Wundervolle Linie, in der Realität noch schöner als auf dem Papier. Noch ein Meilenstein in der Firmengeschichte."

Kein Wunder also, dass die Hallberg-Rassy 372 sowohl den Titel European Yacht of the Year 2010, Luxury Cruiser  als auch Testsieger in einem großen Vergleichstest zwischen acht verschiedenen 37-Füssern im norwegischen Magazin Seilas gewann.

Zwei neue topmoderne Lackiermaschinen

2008 und 2009 wurden zwei neue moderne Lackmaschinen installiert. Damit werden noch höhere Lackfinish, Haltbarkeit der Lackierung und verbesserte Umwelteinflüsse erreicht. Dank des Neubaus für die neuen Verkaufbüros wurde Platz für die neuen Maschinen geschaffen.

Neues Flaggschiff - die Hallberg-Rassy 64

Die neue Hallberg-Rassy 64 ist die größte je gebaute Hallberg-Rassy. Sie feierte ihre Weltpremiere auf der Boot in Düsseldorf 2011. Die Hallberg-Rassy 64 war die größte Segelyacht auf der größten Bootsausstellung der Welt.

Die Hallberg-Rassy 64 ist ein Fahrtensegler auch für die kleine Crew - dankKnopfdrucksegeln.

Das neue Flaggschiff 2011 - Hallberg-Rassy 64

Showroom 2012 eröffnet

Im Januar 2012 ist der neue Showroom eröffnet worden. Fünf Yachten können hier den Winter über gezeigt werden. Das bietet die ausgezeichnete Möglichkeit ganz in Ruhe die Schiffe zu beschauen, ohne das Gedrängel auf den Messen.

Die Hallberg-Rassy 412

2012 wurde die Hallberg-Rassy 412 eingeführt. Es ist die größte je von Hallberg-Rassy gebaute Achtercockpityacht. Zum ersten Mal können zwei Achterkabinen eingebaut werden. Sie ist ein komfortables Fahrtenschiff mit dem man auch Regatten gewinnen kann. Die erste Hallberg-Rassy 412, mit Rollmast und FatFurl, gewann in ihrer Klasse unter 48 Schiffen die Tjörn Runt Regatta 2012 sowohl nach berechneter als auch gemessener Zeit. Das zeigt, dass ein Fahrtensegler nicht Abstriche in der Schnelligkeit machen muss. FatFurl ist ein effizientes Rollgrosssegel, mit grosser Achterliekrundung und sogar ein Kopfbrett. Der Name FatFurl wurde übrigens von Magnus Rassy erfunden.

2013 gewann die Hallberg-Rassy 412 den Titel Sailboat of the Year in Schweden in der Kategorie Luxus.

Die Hallberg-Rassy 412 ist die größte je gebaute Hallberg-Rassy mit Achtercockpit

Hallberg-Rassy heute

Alles fing vor 73 Jahren im Herzen des schwedischen Archipels an. Heute sind 9,400 Hallberg-Rassy Yachten weltweit ausgeliefert. Es gibt Hallberg-Rassys sowohl in den kalten Bereichen der Welt als auch in den wärmeren Gefilden. Viele Eigenschaften, die helfen die Kälte zu überwinden, helfen auch gegen Wärme und intensives Sonnenlicht. Zum Beispiel die Windschutzscheibe mit Sprayhood oder der isolierte Rumpf. Eine Hallberg-Rassy ist für weltweite Fahrt geeignet. Der Erfolg gibt dem Konzept Recht.

Die letzten Jahre wurden Bestellungen aus folgenden Ländern entgegengenommen: Andorra, Arabische Emirate, Argentinien, Australien, Belgien, Bulgarien, Chile, China, Dänemark, Deutschland, Färöer-Inseln, Finnland, Frankreich, Griechenland, Grossbritannien, Holland, Hong Kong, Indonesien, Irland, Israel, Italien, Japan, Kanada, Katar, Kroatien, Lettland, Litauen, Luxemburg, Neuseeland, Norwegen, Oman, Österreich, Polen, Portugal, Russland, Saudi Arabien, Schweiz, Slowenien, Spanien, Schweden, Tschechische Republik, der Türkei, Ukraine, Ungarn und aus der USA. 

Hallberg-Rassy sind das Konzept treu geblieben mit gutem Handwerk, gut geschütztem Cockpit, hohe Langlebigkeit und guten Segeleigenschaften bei hohem Komfort. Die Schiffe sind auch mit kleiner Crew gut zu segeln. 

Schauen Sie eine Hallberg-Rassy an! Kommen Sie an Bord! Die hervorragende Holzverarbeitung bietet eine unvergessliche Atmosphäre.

Der aus mehreren Firmen bestehende Hallberg-Rassy Konzern ist zu 100 % in Rassy Familienbesitz. Seit 2003 wird die Firma in zweiter Generation geleitet; Magnus Rassy. Hallberg-Rassy hat niemals finanzielle Schwierigkeiten gehabt und jede Yacht ist termingerecht ausgeliefert worden.

Eine Hallberg-Rassy ist eine Investition in 
die Freude über eine schöne Yacht   
- gestern, heute und morgen!