Wahre Geschichten?

Es gibt viele unglaubliche Geschichten in denen Hallberg-Rassys mehr oder weniger eine Rolle spielen. Einige sind so unglaublich, dass sie eigentlich nicht wahr sein können. Die folgenden Geschichten sind solche, aber sie sind wirklich passiert und wahr.

Das erste Kunststoffboot im Museum - eine Hallberg-Rassy

Nach 3,5 Weltumseglungen ist eine Hallberg-Rassy im Museum gelandet. Die HR 31 Monsun "Golden Lady" des Weltumseglers Kurt Björklund wird ein Museumsstück in Råå, einer kleinen Stadt in Südschweden.


"Golden Lady" ist das erste Kunststoffboot in Schweden, das ins Museum geht. Darüber sind wir bei Hallberg-Rassy natürlich stolz.


Björklund war der erste Eigner, und bekam sein Boot im Werfthafen 1974. Zu der Zeit ahnte er nicht, dass er mit seinem Boot so weit segeln würde. 9 Jahre später, nachdem Björklund in Pension gegangen war, startete er zu seiner ersten Weltumseglung. Seine zweite ging um die südlichen Caps. Irgendwelche besondere Verstärkungen wurden an dem Boot nie gemacht. Dagegen wurde nach der ersten Fahrt das Boot mit einem Hardtop ausgerüstet, um noch besseren Schutz zu bekommen.


Björklund schenkte sein bewährtes Boot dem Museum in Råå. "Ich hätte 300.000 Kronen bekommen können, aber ich konnte nicht mit dem Gedanken leben, nicht zu wissen wie es meiner Monsun geht. Ich verzichte lieber auf das Geld, zugunsten eines ruhigen Gewissens" erklärte Björklund. Björklund lebte zwischen 1921 und 2006. Im Alter von 80 Jahren ging er an Land und segelte aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr. Er kaufte dann einen Schrebergarten, von wo aus er die Boote vorbeisegeln sehen konne. Es soll nämlich keiner glauben, dass Björklund sich für Gemüse interessieren würde.

 

Frisch angelieferte Hallberg-Rassy 36 gestohlen

Am Freitag, den 27. September -96 um 10.00 Uhr morgens, stellte man fest, dass die Hallberg- Rassy 36, Baunummer 337 vom Heimathafen in Maasholm, Norddeutschland verschwunden war. So spät wie 19.00 Uhr am Tage zuvor, sah ein Hafenbesucher noch die schöne Yacht. Da es schon etwas dunkel geworden war, entschied man sich, am folgenden Tag zurück zu kommen. Als er wieder zurück kam, um die Schönheit zu sehen, einfach aus Neugierde, konnte nur festgestellt werden, dass das Boot nicht mehr da war. Kurz danach kam der Eigner, um die Yacht für das Wochenende klar zu machen. Der Schrecken war natürlich gross als das Boot einfach weg war.


Die Wasserschutzpolizei und die Versicherung wurden informiert. Der Eigner suchte selbst in allen, in der Nähe liegenden, Häfen. Per Fax ging augenblicklich eine Suchmeldung an 250 Hafen-kapitäne in Norddeutschland und Dänemark. Die Diebe hatten ja nur maximal 15 Stunden Vorsprung. Aber alles Suchen blieb erfolglos.


Während der folgenden Tagen gingen weitere 2000 Suchmeldungen an die verschiedensten Häfen, Schleusen und Branchenkenner in ganz Europa. Dazu wurden 1800 Plakate verteilt. Spediteure und Kranfirmen wurden informiert, vielleicht wurde das Boot auf einen Trailer oder in einen Container verladen, um so schnell weit weg gebracht werden zu können. Man kann nur spekulieren, was mit "Heras" geschehen ist.


Anfang November 1996 kam eine Mitteilung, dass eine Hallberg-Rassy 36 mit Namen "Herkules", mit 3 deutschsprachigen Männern an Bord die Kanarischen Inseln verlassen hätte. Es gibt kein Boot, das mit diesem Namen in Deutschland registriert wurde. Konnte es die gestohlte "Heras" sein? Die spur verlor sich aber im Nichts. Zwei weitere Tips aus der Karibik gaben auch kein Ergebnis. Durch eine intensive Fahndungsarbeit von den Versicherungsgesellschaften ist es äusserst ungewöhnlich, dass gestohlene Boote dieses Typs nicht wieder gefunden werden.


Für die Familie Helmut Meyer war der Verlust des gestohlenen Bootes gross. Die Versicherungs-summe wurde ausbezahlt.


Die Differenz für den Kauf einer neuen Hallberg-Rassy 36 wurde jedoch, durch die Selbstbeteiligung und die umfangreiche wertvolle persönliche Ausrüstung an Bord, die nicht versichert war, gross. Aber eine HR 36 war für die Familie Meyer ein Traumboot. Es dauerte nicht lange bis eine neue bestellt war. Allerdings dieses mal mit dem Namen "Sareh" ("Heras" rückwärts).


Es ist die dritte Hallberg-Rassy 36, die wir an Herrn Meyer liefern dürfen. Die erste war noch mit traditionellem Heck. Als die Familie 1995 die verbesserte HR 36 mit verändertem Rumpf sah, breiter und mit negativem Heck und Badeplattform, fand man schell einen Käufer für die alte 36:er und bestellte eine neue - die dann gestohlen wurde.

 

Rätselhaft verschwundene Hallberg-Rassy 36 wieder gefunden

Oben berichten wir vom Diebstahl der vier Wochen alten HR 36 "Heras". Nun wurde die Yacht wiedergefunden.


Die Polizei wurde aufmerksam als sie einen Mann festnahm, der eine Motoryacht gestohlen hatte. Bei den Untersuchungen stellte sich heraus, dass der Täter noch zwei weitere Boote gestohlen hatte. Diese wurde in einem Schuppen in Wischhafen an der Elbe gefunden.


Der Dieb hatte offenbar einen guten Geschmack, denn er war im Besitz einer HR 36 und einer HR 38.
Seine Diebstähle waren wohl durchdacht. Für die Hallberg-Rassy 36 existierte ein gefälschter Kaufvertrag, der auf den Tag nach dem eigentlichen Diebstahl datiert war. Bevor er das Boot gestohlen hatte, unterrichtete er seine Freunde und Clubkameraden dass er sich eine HR 36 kaufen wolle. Als die gestohlene Yacht dann im Hafen lag, lud er Freunde und Verwandte zur Bootstaufe ein. Er taufte das Boot feierlich auf den Namen "Sundowner".


Vorher hatte der 60-Jährige Dieb die Motornummer und die Baunummer verändert. Mit der gefälschten Baunummer wurde das Boot schließlich auch versichert. Zu guter letzt nahm der Dieb den gefälschten Kaufvertrag mit zu seiner Bank und belieh das Boot mit 100.000,- Euro, was der Hälfte des gefälschten Kaufpreises entsprach. Von diesem Geld bestritt er seinen Unterhalt und segelte völlig unbemerkt vier Jahre auf der Ostsee, über 5 000 Seemeilen.


Als das Boot gefunden wurde, befand es sich in gutem Pflegezustand. Fast alle persönlichen Ausrüstungsgegenstände des rechtmäßigen Eigners befanden sich noch an Bord.


Mittlerweile hatte dieser sich von der Versicherungssumme eine neue Hallberg-Rassy 36 gekauft, die er "Sareh" (Heras rückwärts) taufte.


Nun hat Heras einen neuen Eigner gefunden, der die Geschichte des Bootes gut kennt.

 

Keiner Unterschied mit grossen Folgen zwischen Ellös und Ellos

Hallberg-Rassy liegt in der kleinen Ortschaft Ellös auf der Insel Orust an der schwedischen Westküste, 75 km nördlich von Göteborg. Man darf aber nicht Ellös mit dem grossen schwedischen Versandhaus Ellos verwechseln. Aber schon zwei Mal ist das geschehen. In beiden Fällen gaben ausländische Kunden aus Ländern, in denen å, ä und ö nicht existieren, ein Zettel in die Hand, mit dem Wort ELLOS. Man nahm es einfach nicht so genau mit diesen Tüpfelchen. Und prompt fuhr er genau in die entgegengesetzte Richtung. Dort angekommen konnte man zwar eine grosse Auswahl an Kleidung bekommen, dabei ausgesprochen preiswert, aber eine Yacht war 100 km im Inland absolut nicht zu finden. Eine guter Rat: Seien Sie sorgfältig mit den Tüpfelchen!

 

CIA benutzte eine Hallberg-Rassy als Spionageboot

Laut gut informierten Quellen, mit denen Hallberg-Rassy NewsLetter in Kontakt war, hat die CIA eine Hallberg-Rassy 49 als Spionageboot in Alaska benutzt. Das Boot segelte in einem der schönsten Segelreviere der Welt, als Fahrtenschiff getarnt. Innen war ein Teil des Schiffes umgebaut, um so Platz für modernste Abhöranlagen zu schaffen. Alaska liegt nur 50 Seemeilen von der damaligen Sowjetunion entfernt. Die HR 49 lag in der Beringstrasse und hörte u.a. russiche U-Boote ab. An Bord waren auch ein grosser Tauchkompressor und man hatte Frosch-männer für Spionageaufträge im Einsatz. Die ganze Episode spielte sich in der Mitte und am Ende der achtziger Jahre ab. Die Yacht wurde dann an einen echten Fahrtensegler weiterverkauft, der die Einrichtung wieder in den ursprunlichen Zustand versetzte. U.a. stellte man eine Waschmaschine dort hin, wo früher die Abhöranlage untergebracht war.

König und Königin in baren Strümpfen auf der Hallberg-Rassy 53

Seine Majestät der König aus Schweden, Karl XVI Gustaf, besuchte Hallberg-Rassys Stand auf der weltweit grössten Bootsausstellung, der boot in Düsseldorf, Deutschland. Der König betrachtete interessiert das grösste Modell von Hallberg-Rassy, die HR 53. Seemännisch richtig zog sich die Königin die Schuhe aus, ehe sie an Bord stieg. Hat jemand schon mal eine Königin ohne Schuhe gesehen? Die Bootsausstellung in Düsseldorf hat jedes Jahr ein neues Partnerland. Dieses mal war Schweden an der Reihe. Im Zusammenhang hiermit eröffnete der schwedische König die Messe und nahm die Gelegenheit war, das beste anzusehen, was Schweden auf einer internationalen Grossmesse anzubieten hat.

 

Die Kripo und Hallberg-Rassy

Vor einiger Zeit meldete sich die Kripo bei Hallberg-Rassy. Im Zuge einer Untersuchung wurde ein vermutlich gestohlenes Segel gefunden. Das Segel wurde konfiziert. Die Polizei hatte keine Ahnung zu welchem Boot das Segel gehören konnte. Das einzige, was sie herausfanden, war dass es sich um eine Genua für ein grössere Yacht handelte. Sie beschrieben unserem Kollegen die Grösse, das Material und sie hatten den Namen der Herstellers von einem Aufnäher und eine Segelnummer. Unserem Kollegen kam das Segel bekannt vor. Ein Jahr zuvor hatte er seine Hallberg-Rassy 34 verkauft, auf der so ein Segel war. Er fragte die Polizisten, wieso sie ausgerechnet bei Hallberg-Rassy anriefen, es gibt doch viele Werften die Segelboote bauen. Die Polizisten sagten, da das Segel zu einem grossen und schönen Boot gehören müsste, kamen sie nur auf Hallberg-Rassy. Der neue Eigner der Hallberg-Rassy 34 war schnell gefunden und tatsächlich, seine Genua war gestohlen worden. Manchmal ist die Welt ein Dorf....

 

Diebe pflegen Hallberg-Rassys gut

Zwischen dem zweiten und vierten Oktober 2000 wurde an der schwedischen Westküste eine HR 31 gestohlen. Bis zum Sommer 2002 war sie spurlos verschwunden. Aber jede HR hat ihre Besonderheiten. Man kann sie nicht für ewig verstecken. Früher oder später wird ein informierter HR-Kenner das Boot erkennen. Wie schon früher als HR-Yachten gestohlen wurden, haben auch in diesem Fall besorgte HR-Eigner geholfen, die Hallberg-Rassy 31 wiederzufinden.


Im Sommer 2002 war es einer dieser engagierten HR-Kenner, der den entscheidenden Hinweis gab. Nennen wir ihn Herrn „A”.


Herr „A” ist ein ehemaliger Hallberg-Rassy 31-Eigner, der von dem Diebstahl erfuhr. Er wusste, dass das gestohlene Boot eine Radsteuerung hatte, die erst nachträglich installiert wurde, dabei bekam das Achterstag keinen Hahnepot (Gabelung im Achterstag zur Verbesserung der Kopffreiheit des Steuermanns), wie bei werftinstallierten Steuerrädern. Es gibt nicht viele solcher Hallberg-Rassy 31. Dazu kommt, dass der vermeintliche Eigner, nennen wir ihn Herrn „B”, sagte, er hätte das Boot in Südschweden gebraucht gekauft. Als die Versicherung und die Werft die Baunummer prüften, kam heraus, dass diese Baunummer nach Deutschland verkauft worden war. Der ehemalige Eigner dieser 31 hatte eine neue Hallberg-Rassy bestellt, und so wusste die Werft, dass das Boot ins Mittelmeer verkauft wurde. Außerdem hatte das Boot keine Radsteuerung und der Eigner teilte auf Anfrage mit, dass er gerade mit dem Boot segeln war. Es also nicht gestohlen worden ist. 


Bei näherem Hinsehen stellte man fest, dass die Seriennummer bei dem schwedischen Boot schlecht gefälscht war. Nun wurde Anzeige gegen Herrn ”B” erstattet. Der wusste noch gar nichts davon und fuhr zu „seinem” Boot nach Loftahammar. Als er dort ankam, stand sein Boot bereits an Land, versehen mit blauen Polizeibändern. Daraufhin ging Herr „B”, ein 60 Jahre alter Schwede, zur Polizei und fragte nach, was mit seinem Boot sei. Er wurde sofort festgenommen. Bei weiteren Untersuchungen kam heraus, dass er auch noch zwei Motorboote gestohlen hatte, die er regelmäßig im Sommer auf zwei verschiedenen schwedischen Seen nutzte. Dazu kamen noch einige Dinge, unter anderem eine nicht verjährte Strafe, die in der Summe zu zweieinhalb Jahren Gefängnis führten. Dabei konnte das Gericht nicht 100-prozentig feststellen dass „B” wirklich das Boot gestohlen hat, aber „B” wurde „nur” für Hehlerei verurteilt und das wird in Schweden als ein grobes Verbrechen angesehen.


Zwei Dinge werden dabei klar. Zum Einen: Durch die vielen Hallberg-Rassy-Kenner ist es als Dieb unmöglich unentdeckt zu bleiben. Zum Anderen: Eine Hallberg-Rassy wird immer gut gepflegt, selbst von Dieben.

 

Hallberg-Rassy im Bondfilm "Quantum of Solace"

Im Bondstreifen “Quantum of Solace" wird eine Hallberg-Rassy 62 gezeigt. Die Szene spielt sich in Haiti ab und die Hallberg-Rassy 62 ist gut zu sehen und sogar das Logo ist eingezoomt. Das klingt vielleicht nach einer teuren Produktplatzierung, ist aber tatsächlich reiner Zufall. Mehr als 9 200 Hallberg-Rassy-Yachten überall auf der Welt verteilt zu haben, ist eine gute Sache.

Eine Hallberg-Rassy in "Quantum of Solace"
Eine Hallberg-Rassy in "Quantum of Solace"