Details, die man beim Neubootkauf beachten sollte

Es gibt viele Punkte, die man beim Neukauf einer Segelyacht beachten sollte. Eine lange Reihe von Details werden Sie bei allen Hallberg-Rassy-Yachten wiederfinden. Dafür gibt es gute Gründe. Hier folgt eine kleine Check-Liste für Sachen, die wert sind beachtet zu werden.

Gibt es eine Bilge? Ist das Volumen gross genug? Ist sie zu flach, so daß sie leicht überläuft? Oder zu tief, so daß man einen Schraubenzieher oder Schmutz nicht erreicht? Ist eine Ablaßschraube vorhanden, so daß man im Herbst leicht für die gründliche Reinigung durchspülen kann und gleichzeitig stehendes Wasser in der Frostperiode vermeidet?

Ist der Rumpf mit Divinycell isoliert? Die Isolierung sorgt dafür, daß die Heizung gleichmäßiger und sparsamer arbeitet. Aber auch in den tropischen Gegenden hat die Isolierung ihre Vorteile gegen zu starke Aufwärmung bei Tage. Vor allem aber vermeiden Sie bei einem isolierten Rumpf Kondenswasser. Bei eventuellen Schäden nimmt Divinycell keine Feuchtigkeit auf, so wie es zum Beispiel Balsa kann.

Hat der Rumpf eine integrierte Scheuerleiste? Diese Leiste schützt den Rumpf nicht nur gegen Beschädigungen, auch die Fender werden auf Abstand gehalten. Dazu kommt, daß eine Scheuerleiste der Yacht ein eleganteres Aussehen verleiht.

Ist die Yacht von einem professionellen Konstrukteur gezeichnet, der die unterschiedlichen Forderungen für die jeweiligen Zwecke berücksichtigt? Ist der Konstrukteur weltweit anerkannt? Wichtig für den späteren Wiederverkauf. Das gleiche gilt für die Werft. Ist die Werft weltweit ein Begriff und ist sie anerkannt? Alles das sind entscheidende Punkte für den späteren Wiederverkaufswert Ihrer Yacht.

Hält die Bauwerft ihre Lieferzeiten? Hallberg-Rassy hat alle 9 100 Yachten termingerecht ausgeliefert.

Bietet das Cockpit guten Schutz durch ein genügend hohes Süll und eine Windschutzscheibe? Ist die Scheibe genügend hoch, um auch wirklichen Schutz zu bieten? Und wiederum so niedrig, das man im Stehen bei aufgeklappter Sprayhood noch darüber weg sehen kann? Stimmt die Formgebung, ist das Mittelteil zu Öffnen? Ein Punkt, der immer wieder vernachlässigt wird und gleichzeitig so bedeutungsvoll ist. Mit fester Mittelscheibe wird die Anordnung zu einem unerträglichen Treibhaus im warmen Klima und bei feuchter Witterung können Sie oft wegen beschlagener Scheiben nichts sehen. Ist ein sicherer Handgriff vorhanden, wenn Sie den Schritt aus dem Cockpit machen? Ist die Scheibe so gebaut, dass keine Elektrolyse zwischen rostfreiem Stahl und Aluminium entsteht? Und schließlich: sind die Rahmen so zusammengebaut, dass sie wirklich kein Wasser durch lassen? Oder sind sie nur zusammen gesteckt, wie früher üblich? Wenn schon eine Windschutzscheibe, dann auch richtig!

Sind genügend Haltemöglichkeiten an Deck vorhanden? Ist die Fußleiste genügend hoch, um wirklich effektiven Schutz zu bieten?

Wie ist das elektrische Ankerspill montiert? Ist der Motor wirklich in einem trockenen Bereich, frei von Kondens? Im Kettenkasten ist das nie der Fall. Läuft die Kette an Deck so, daß genügend Fallhöhe vorhanden ist, die best mögliche Voraussetzung dass sich die Kette selbst staut? Ist die Ankerwinde stark genug um die Kette so schnell hoch zu holen, daß Sie den Ankerplatz zügig verlassen können?

Sind die Segel von einem international anerkannten Segelmacher gefertigt? Entspricht die Ausführung den harten Anforderungen für Starkwindsegeln? Alle Segel für Hallberg-Rassy kommen von Elvström Sails in Dänemark in einer besonderen Offshore-Ausführung. Mit extra Lederverstärkungen an allen Verschleißstellen.

Ist der Motor genügend groß? Ist die Tankkapazität ausreichend? Denken Sie dabei daran, daß nicht die Größe des Motors maßgeblich für den Dieselverbrauch ist, sondern die Fahrt mit der die Yacht unter Motor bewegt wird. Gerade in diesem Punkt werden immer wieder falsche Einschätzungen gemacht. Hat der Dieseltank an der tiefsten Stelle eine Kontrollmöglichkeit für die Dieselqualität? Bei Hallberg-Rassy ist entweder eine Ablaßschraube vorhanden oder, wenn der entsprechende Platz nicht erreicht werden kann, eine Pumpe so daß man den Diesel von der tiefsten Stelle holen kann. Die Treibstoffleitung holt den Diesel 8 cm höher aus dem Tank, so daß eventueller Satz zunächst ohne Folgen bleibt. Haben die Tanks Schlingerschotten?

Ist die Einrichtung so angeordnet, daß ein natürlicher Durchgang von vorn bis achtern möglich ist oder werden bestimmte Bereiche blockiert, wie z B mit einer Pantry im Durchgang zur Achterkajüte? Ist die Pantry seegerecht, so daß man in jeder Lage dort sicher steht? Wagt man, den Porzellanschrank zu öffnen, ohne daß einem gleich alle Teller entgegen kommen? Und kann man den Pantryschrank öffnen, ohne erst die Arbeitsfläche abzuräumen? Ist die Arbeitshöhe die richtige? Ist der Kartentisch in Fahrtrichtung? Sind die Schlingerleisten an der richtigen Stelle, seitlich, aber nicht da wo man den Armbogen hat? Können die Instrumente wirklich so angeordnet werden, wie es der Praxis entspricht: Navigator fest montiert und in dem unmittelbaren Arbeitsbereich, weil dieser ohne jeden Zweifel am meisten benutzt wird.

Sind die inneren Holzarbeiten so oft lackiert, daß es wirklich den jahrelangen Anforderungen auf einer Fahrtenyacht entspricht? Bedenken Sie dabei bitte, daß heute Yachten viel intensiver genutzt werden als das früher der Fall war. Hat der Fußboden einen Teppich, ist der Teppich für die besonderen Zwecke an Bord geeignet und kann er so befestigt werden, daß er bei Lage nicht wegrutscht? Ist der Fußboden so sauber verlegt, daß man den Teppich auf Wunsch auch zur Seite legen kann? Ist der Fussboden in einer Ebene?

Entsprechen die Matratzen den heute immer höheren Anforderungen an Komfort? Bei Hallberg-Rassy sind die Schlafmatratzen aus zwei Lagen aufgebaut, einmal hart und einmal weich. Und die Sitzpolster sogar in drei Lagen. Ein festes ganz unten, darauf ein weicheres und schließlich ein drittes mit einer kleinen Erhöhung für den richtigen Sitzkomfort. Sind alle Matratzen der Bootsform sauber angepaßt? Haben die Kojenauflagen genügend Ventilationslöcher und ist das Sperrholz unlackiert, um besser zu atmen?

Ist das Boot genügend belüftet? Sind die Schränke ebenfalls belüftet? Und kann die Luft hinter der Außenhautverkleidung hoch steigen?

Ist überall genügend Beleuchtung vorhanden? Sind die Kabel vernünftig verlegt, gerne in Kabelkästen, so weit das sinnvoll ist?

Ist der Wasserpaß der Schwimmwasserlinie angepaßt? Ausrüstung wie Bugpropeller, Ankerwinsch, Generator und anderes kann nämlich die Schwimmwasserlinie durchaus so beeinflussen, daß das Bedeutung bekommt.

Gibt es eine spezielle Abteilung, die sich ausschliesslich um Original Ersatzteile und Zubehöre kümmert?

Alle diese Fragen können bei Hallberg-Rassy mit "Ja" beantwortet werden.