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Erste Eindrücke der neuen
Hallberg-Rassy 54

 

Der Achterspiegel ist bei geschlossener Badeplattform ganz zu und glatt. Der Deckel lässt sich per drahtloser Fernbedienung öffnen und schliessen. Bei geöffneter Luke entsteht eine enorm grosse Badeplattform.

Auf dem Achterdeck lockt ein versenktes Sonnendeck, frei von Ventilatoren, Schienen, Winschen und Leinenstoppern. Sogar das Decksluk ist hier bündig eingelassen, auf gleichem Niveau wie das Teakdeck. Innovative Doradeventilatoren, bei denen kleine leichte Kugeln eingebaut sind, die bei überschwappender See automatisch aufsteigen und das Ventil schliessen und sich sobald das Wasser abgeflossen ist zur optimalen Belüftung wieder öffnen.

Der Tritt ins Cockpit ist in neuem eleganten Design. Im Cockpit sind die Sitzflächen durch Veränderung des Sitzwinkels ergonomisch angepasst geformt. Das Teak im Cockpit ist mit dem GFK bündig verlegt, dadurch sieht es nicht nur schöner aus, sondern ist auch leichter sauber zu halten. Die Luke zur Backskiste ist gasgefedert und fühlt sich fast schwerelos an. Das Schiebeluk am Niedergang ist aus rauchfarbigem Plexiglas. Die Griffleiste mit schön geformten Rundungen in hochglanzlackiertem Teak, zwei grosse Kartentische im Cockpit.

Der Niedergang zum Salon hat ein neues rundes Design mit stabilen Handgriffen. Auch die Sessel an Backbord sind im neuen Design in eleganter Farbkombination und angenehmem Sitzkomfort. Der Salon ist breit, hell und luftig. Die Maststütze hat rundere Formen. Alle horizontalen Leisten auf Handhöhe sind wohlproportioniert und auf der Rückseite so profilgefräst, dass sie extra als stabile Haltegriffe dienen. Alle Schapps haben verdeckt montierte und rostfreie Scharniere. Die Schubladen gleiten das letzte Stück selbstschliessend und sanft. Die Türrahmen haben ein neues Design. Der 20 Zoll Fernseher ist zwischen den Sesseln und per Knopfdruck ein- und ausfahrbar. Die Holzluke über dem Fernseher öffnet und schliesst sich dabei automatisch mit. Wie auch auf allen anderen Hallberg-Rassy-Modellen ist der Fussboden durchgehend auf einem Niveau. So kann man sich auch bei Seegang immer sicher bewegen.

Die meisten Hallberg-Rassyeigner segeln zu zweit oder zu viert. Nur selten wird eine dritte Doppelkabine gebraucht. Darauf hat man bei der HR 54 Rücksicht genommen und bietet zwei prioritierte Kabinen plus eine Extrakabine an. Das bedeutet, dass es ausser der grosszügigen Achterkabine auch die Möglichkeit gibt, eine Superkabine vor dem Mast zu bekommen, mit Doppelkoje und viel Bewegungsfreiheit. Es gibt dann noch die Vorpik mit der vollen Länge der Kojen, allerdings ist die meiste Fussbodenfläche und der Hängeschrank für die Steuerbordkabine reserviert. Auf Wunsch wird natürlich auch die traditionelle Drei-Kabinen-Variante angeboten.

Im Toilettenraum gibt es eine grosse separate Dusche mit Plexiglastüren und auch die Waschmaschine ist dort verdeckt hinter einer Tür installiert. Hier, wo es eh ein Nassraum ist, passt die Waschmaschine bestens. Für die Handtücher gibt es elektrische Handtuchtrockner.

Am Navitisch gibt es ein grosses Display für einerseits Radar und Kartenplotter, zum anderen kann man einen Laptop anschliessen und so bequem am Computer mit einem grossen Bildschirm arbeiten. Das Display ist dimmbar, Vorraussetzung bei starker Sonneneinwirkung oder Nachtfahrt. Das E-System ist ein Bussystem, das die Kabelanzahl und -Gewicht reduziert und es ermöglicht, Funktionsknöpfe zusammenzuprogrammieren z.B. einen Schalter, der gleichzeitig die Positionslaternen, das Dampferlicht und das Kompasslicht anmacht.

Die Pantry ist auf der BB-Seite, grosszügig proportioniert und mit u. a. Tiefkühler, sowohl Front- als auch versenktem Kühlschrank und verdeckt installierter Spülmaschine ausgerüstet. Das doppelte und tiefe Spülbecken ist von unten angebracht und ermöglicht so die optimale Reinhaltung. Die Arbeitsfläche ist aus dem Kompositsteinmaterial Corian. Die Mikrowelle ist im eleganten Design.

Der Motorraum ist ein eigenes kleines Kapitel. Man kann durch die grosse Tür in den Motorraum steigen und steht drinnen auf einem speziellen Steg. Der Motorraum ist sorgfältig lärmisoliert und die Oberfläche ist mit gelöchertem Metall versehen. Hier ist die gesamte Technik gesammelt: die niedrigtourige Hauptmaschine, niedrigtouriger Generator mit Schallhaube, doppelte Heizung, alle Pumpen, Filter, Druckausgleichsbehälter, Propellerachsel-Drucklager, Hochdruckspumpe für die Entsalzungsanlage, usw. Die Beleuchtung besteht aus 24 V und starken 230V-Leuchtröhren, die über den Inverter betrieben werden. Die 230 V-Versorgung dafür schaltet automatisch zwischen in erster Linie Landstrom und in zweiter Linie Inverter, je nach dem was zugänglich ist.

Die Achterkabine ist geräumig und bietet eine breite Mittelkoje mit Sofas zu beiden Seiten und einem Schmink-/Arbeitstisch an der Steuerbordseite oder zwei individuelle Kojen mit einem Sofa dazwischen und noch mehr Fussbodenfläche als bei der ersten Variante. Es gibt ein spezielles Fach für Papierkarten. In einem der Schränke ist der Tresor fest eingebaut. Hinter der Tür in der separaten Dusche der Toilette gibt es ein eingebautes Kontrollpaneel und die Ventile für die Entsalzungsanlage, die 135 Liter kristallklares Frischwasser in der Stunde produzieren kann.

Zurück im Cockpit fährt man den Anker per Knopfdruck an der Steuersäule hoch. Der Anker ist selbstgehend, man muss also beim Ankersetzen nicht dem ersten Stück manuell nachhelfen, sondern ankert bequem vom Cockpit aus. Das Rigg hat drei doppelte Salinge, die mit nur drei Graden nach Achtern gepfeilt sind. Das ergibt extra Stabilität und die Salinge stören nicht beim Vormwindsegeln. Ausserdem gibt es ein Jumpstag, welches die extra nötige Stabilität bringt, wenn man mit dem permanenten Kutterstag segelt. Der D4-180-Motor brummt angenehm leise und man merkt deutlich das hohe Drehmoment schon bei niedriger Drehzahl von 1100 Umdrehungen. Man schafft bei 1 400 Umdrehungen 8 Knoten. Dazu trägt der zweigängige, dreiflüglige Faltpropeller von Gori bei.

Das Grossegel rollt sich hydraulisch ein und aus und auch die Ausholer ist hydraulisch gelenkt. Der Baumniederholer und das Achterstag werden hydraulisch vom Steuerstand aus kontrolliert und justiert. Es gibt sowohl eine Genua als auch ein permanentes Kutterstag, beide werden selbstverständlich hydraulisch vom Cockpit aus per Knopfdruck bedient. Die elektrischen Schotwinschen haben einen Softstart. Die Yacht nimmt direkt Fahrt auf, sobald die Segel mit Wind gefüllt sind. Selbst bei wenig Wind ist die Geschwindigkeit beeindruckend. Das Rudergefühl ist exakt, harmonisch und kontrolliert. Kontrolle über ein mächtiges Schiff mit nur einer Person in welchem Wetter auch immer. Das gibt ein angenehmes Sicherheitsgefühl.

Bemerkung: viel der erwähnten Ausrüstung ist Extrausrüstung

Die schwedische Yachtzeitschrift Båtnytt sagt über die HR 54 in Ausgabe 12/2006: "Man kann sich fragen, ob es überhaupt möglich ist, eine noch bessere Fahrtenyacht zu bauen"

Data
Hallberg-Rassy 54

Konstrukteur

Germán Frers

CE-Kategorie

A - Ozean

Rumpflänge

16,74 m

Wasserlinie 14,30 m'

Breite

4,70 m

Tiefgang
(Auch mit geringerem Tiefgang erhältlich)

2,30 m

Verdrängung

26,3 Tonnen

Bleikiel

9,75 Tonnen

Segelfläche mit 100 % Fock

156,9

Segelfläche mit Rollgenua

181,3 m²t

Motor

Volvo Penta D4-180

kW / PS bei Kurbelwelle

132 / 180

Max. Drehmoment 500 Nm
Hubraum 3, 7 Liter

Dieseltanks

900 Liter

Frischwassertanks

1 050 Liter

Masthöhe über Wasser (ohne Windex)

24,50 m

STIX 66
Transporthöhe ohne Windschutzscheibe 4,50 m
Transporthöhe mit Windschutzscheibe 4,95 m

 

Spezifikation, Englisch (html)

Geschwindigkeitsdiagramm

Spezifkation, Englisch (PDF) Kraftstoffverbrauch (PDF)

Einrichtungszeichnungen

Stabilitätskurve
Seitenansicht der Einrichtung Abbildung Normalkiel

Einrichtungsfotos

Abbildung Flachkiel
Segelplan Skizze Winterlagerbock (pdf)
Decksplan  

 


 

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